ensemble reflektor, Pygmalion, Raphaël Pichon
Raphaël Pichon und ensemble reflektor begeben sich auf eine musikalische Reise, die zwei Höhepunkte der deutschen Musikgeschichte miteinander verbindet: Johann Sebastian Bach und Richard Strauss. Von der Intimität der geistlichen Arie Vergiss mein nicht BWV 505 (1725) bis zur Schlichtheit der Kantate Ich habe genug BWV 82a(1727) wirken die Werke wie ein einhüllendes Gebet. Das Brandenburgische Konzert Nr. 3 BWV 1048 (um 1271) zelebriert die Kraft des Kollektivs. Bach beruft sich dabei auf eine kontrapunktische Tradition, für deren Entstehung Lüneburg maßgeblich war. Zwei Jahrhunderte später knüpft das Schaffen von Richard Strauss an dieses geistige und musikalische Erbe an. In dem Lied Morgen! op. 27 Nr. 4 (1894) wirkt die Gesangslinie wie ein geflüstertes Versprechen voller leuchtender Hoffnung: „Und morgen wird die Sonne wieder scheinen…“, wie es in den Versen des gleichnamigen Gedichts von John Henry Mackay heißt. Tief betroffen von den Katastrophen des Zweiten Weltkriegs komponierte Strauss 1945 seine Metamorphosen für 23 Streicher, eine melancholische Meditation über Erinnerung und Verlust, bei der jede Stimme zu einer dichten und ergreifenden Polyphonie verschmilzt. Im Zentrum des Konzerts stehen Einsamkeit, Trost und die gemeinsame Suche nach Licht und Hoffnung.
Programm
Johann Sebastian Bach: Vergiss Mein nicht BWV 505
Richard Strauss: Metamorphosen für 23 Solostreicher
Johann Sebastian Bach: Ich habe genug BWV 82a
Richard Strauss: Morgen! Op.27 no. 4
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 BWV 1048, G-Dur
Dieses Konzert ist Teil des Festivals Die Wege Bachs, das vom 23.-25.05.2026 in Lüneburg stattfindet und vom Kulturforum Lüneburg in Kooperation mit Pygmalion und ensemble reflektor veranstaltet wird.

